Eine Demo kann man kesseln - Blockupy nicht

Frankfurt: Große Demonstration der Solidarität mit Blockupy
Verfasst von online.red am 9. Juni 2013 - 10:53

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(NoTroika) Ein eindeutige Stellungnahme: 7.500 Demonstrant/innen kamen am Samstag am Baseler Platz in der Frankfurter Innenstadt zusammen, um Solidarität mit Blockupy und gegen polizeiliche Gewalt zu bekunden. Initiiert von Occupistas des geräumten Zeltdorfes vor der EZB, hatten alle möglichen Organisationen und Gruppen zur Teilnahme aufgerufen. Auch und gerade solche, die sich bisher nicht an den Protesten gegen die herrschende Politik der Abwälzung der Krisenlasten auf die Armen beteiligten, sondern sie sogar teils rechtfertigten. Die Demonstration folgte der Route der Blockupy-Demonstration, die prügelnde Polizeieinheiten am 2. Juni durch Kesseln eines Teils des Antikapitalistischen Blocks unmöglich gemacht hatten. Bewaffnet mit Vermummungsgegenständen wie Schals, Regenschirmen, Sonnenbrillen und Bookblocks wurde bewusst an die Blockupy-Methode angeknüpft, dass die kollektive Regelverletzung wie blockieren und markieren der Krisenakteure ein notwendiger Schritt im Widerstand gegen das autoritäre Krisenregime von EZB und deutscher Bundesregierung ist. Ein offensives Markieren der Krisenaktuere wäre aus der Demonstration möglichen gewesen, bleib aber aus. Die Demonstration stoppte am Ort des Kessels für eine Zwischenkundgebung. Unbeabsichtigt fanden dutzende Assembleas, die am 1. Juni verhindert wurden, in und am Rande der Demonstration statt. Hier am Ort des Kessels schlossen sich weitere Hunderte Menschen der Demonstration an; der antikapitalistische Blockupy-Block setzte sich wieder an die Spitze der Demonstration.
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Über Paulsplatz, Konstalbler Wache und Alte Oper, vorbei an den Türmen der Deutschen Bank, zog die Demonstration bei schönsten Sommerwetter nach Stunden auf den Willy-Brand.Platz vor der EZB ein.
In zahlreichen Reden wurde die staatliche Repression kritisiert und betont, dass der Blockupy-Protest legitim sei. Redner/innen von Blockupy und NoTroika begrüßten die große Beteiligung, äußerten aber auch, dass die Staatsgewalt nicht zufällig so hart gegen uns vorgeht. Die allgemeinen Versammlungsverbote des vergangenen Jahres und das diesjährige Kesseln und Verhindern der Demonstration zeigen, dass die Verarmungspolitik der Troika mit einer autoritären Formierung der Gesellschaft von oben einhergeht. Gerade das ist einer der Gründe für Blockupy - und eines der Ziele, den gemeinsamen Widerstand im Herzen des europäischen Krisenregimes zu entwickeln. Die an dieser Solidaritätsdemonstration Teilnehmenden wurden eingeladen, sich an Blockupy und der Organisierung dieses Widerstands zu beteiligen. Insgesamt ein guter Tag für Blockupy und ein schlechter für alle Verantwortlichen des herrschenden Schwarzen Blocks. Jetzt erst Recht! Blockupy kommt wieder.
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