Taksim

Rede zu Blockupy auf der Gezi-Kundgebung am 28. Mai auf der Alten Oper
Verfasst von online.red am 30. Mai 2014 - 12:49

Ich bin von der Interventionistischen Linken und bei NoTroika Rhein Main, dem regionalen Blockupy – Bündnis. Ich möchte nun ein paar Worte zu den diesjährigen Blockupy Protesten sagen.

Die Kundgebung heute trägt das Motto "Vom Gezi Park nach Frankfurt". Ziel ist es in Solidarität zusammenzustehen und die Parallelen unserer Kämpfe aufzuzeigen. Ich war selbst noch nie in der Türkei und habe wenig Kenntnis über die Linke dort. Das sage ich gleich zu Beginn. Dennoch sehe ich einige Gemeinsamkeiten:

Sowohl bei den Gezi Protesten als auch bei Blockupy ist der Ausverkauf unserer Städte ein wichtiges Thema. Beide Proteste haben mit massiver staatlicher Repression zu kämpfen, die die Berichterstattung dominierte. Aber es gibt auch handfeste Unterschiede. In der Türkei wurden zumindest zeitweise hunderttausende mobilisiert. Eine derartige Dynamik konnten wir mit Blockupy bisher nicht erzeugen. In der Türkei wurden mehrere Menschen bei den Protesten getötet. Dies ist eine Bedrohung, mit der wir uns hier, bei aller Repression, nicht konfrontiert sehen.

Blockupy und Gezi fanden im letzten Jahr zur gleichen Zeit statt. Als wir heute vor genau einem Jahr unser Camp Anticapitalista im Rebstockpark errichteten, wurden auch die ersten Zelte im Gezi Park in Istanbul aufgestellt. Damals rechnete wohl noch niemand mit einer derartigen Explosion des Widerstands in der Türkei.

Die Rebellion ist legitim, der Widerstand ist international
Verfasst von Campa am 14. Mai 2014 - 21:59
Wann: 
28. Mai 2014 - 17:00 - 22:00
was: 
Picknick - Livemusik - Bühnenprogramm - offenes Mikrofon
wo: 
Alte Oper / Bockenheimer Anlage, Frankfurt
wer: 
NoTroika
Die Rebellion ist legitim, der Widerstand ist international

geziparkffm.png
Ausgelöst vom geplanten Umbau des Gezi Parks in ein Einkaufszentrum und eine Kaserne ist vor einem Jahr auf dem Taksim-Platz eine Widerstandsbewegung entstanden, die sich im ganzen Land rasch verbreitet hat. Die Bilanz nach einem Jahr: Neun Menschen haben ihr Leben verloren, es gab fast 10.000 Verletzte, 7.000 Festnahmen und inzwischen 3.000 Anklagen.

Aufruf des Aktionsbündnis "Taksim ist überall und überall ist Widerstand"
Verfasst von online.red am 13. Juni 2013 - 13:54

Aus dem Protest gegen den Bau eines Einkaufszentrums wurde ein Kampf um Demokratie. Als eine Gruppe von UmweltaktivistInnen, antikapitalistische GentrifizierungsgegnerInnen, FeminstInnen, antirassistische Gruppen und kurdische BDP-Abgeordnete Ende Mai begannen, den Gezi-Park zu besetzen, konnte niemand ahnen, was folgen würde. Wenige Tage später schon versammelten sich Hunderttausende auf  dem benachbarten Taksim-Platz. Die Demonstrationen weiteten sich auf  andere Städte der Türkei aus. Jetzt ging's ums Ganze. Staat und Polizei zeigten sofort, dass sie das begriffen hatten.
 
Tausende von Verletzten und mindestens vier Tote waren die Folge. In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni kam es zu Polizeiangriffen von ungeheuerlicher Brutalität. Einen ganzen Tag lang wehrten sich die Menschen auf den Plätzen, in der Nacht darauf schlug die Polizei erneut zu. Ministerpräsident Erdogan sprach nicht mehr nur von „Çapulcu“ (Marodeuren), sondern offen von „Terroristen“ – und davon, dass „niemand davon kommen“ werde. Den Kampf um Demokratie haben Erdogan und seine uniformierten Banden nicht ersticken können, im Gegenteil: Er wird weitergeführt, in der Türkei, in Kurdistan und überall!
 
Weltweit gleichen sich die  Bilder. Frankfurt und Istanbul, Tunis, Kairo, Athen, New  York, Madrid, Teheran, Aleppo und Qamishli. Tausende, Zehntausende,  Hunderttausende sind nicht länger bereit, sich Mächten und  Verhältnissen  zu beugen, die ihnen nicht nur das Einkommen, die  Wohnung, den Zugang  zu Bildung und Gesundheit, ihre in Jahrzehnten  erkämpften sozialen und  politischen Rechte, sondern schlicht die Luft  zum Leben und die Aussicht  auf ein Leben in Würde rauben.

DEMO/YÜRÜYÜS: Freitag, 14. Juni, 17:30h Konstabler Wache, Frankfurt
Verfasst von admin am 13. Juni 2013 - 1:36

In der Türkei finden seit ca. zwei Wochen Proteste statt. Ihre Auslöser war der geplante Umbau von “Gezi Park” – eine der wenigen verbliebenen Grünanlagen im Herzen der statt. Nach Plänen der AKP-Regierung soll auch dieser Park einem Gebäudekomplex aus Einkaufszentrum und Luxuswohnungen weichen. Dagegen formierte sich Widerstand. Zunächst versammelten sich einige Hundert Umweltschützer im Park. Ihr Zeltlager wurde mit brutaler Polizeigewalt aufgelöst. Dieser Polizeiterror blieb nicht folgenlos.

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