DEZENTRALE AKTIONSTAGE VOM 15. - 25. MAI 2014 - DAS PROGRAMM FÜR FRANKFURT

GRENZENLOS SOLIDARISCH - FÜR EINE DEMOKRATIE VON UNTEN! #SOLIDARITY #COMMONS #DEMOCRACY
Verfasst von admin am 24. April 2014 - 11:17

aktionstageflyer-mai2014-01.pngLet‘s take back what‘s ours!
Am 16. Mai beginnen die europaweiten Blockupy-Aktionstage mit denen wir uns schon mal für die Proteste im Herbst gegen die Eröffnung des Neubaus der EZB aufwärmen.
In vielen Städten in Europa werden Menschen auf die Straße gehen. Aktionen des zivilen Ungehorsams, Performances, Demos, Asambleas und vieles mehr werden stattfinden. Der Protest dieser Tage richtet sich gegen ein Krisenregime, das Menschen vor allem in Südeuropa einem beispiellosen Verarmungsprogramm aussetzt. Was uns als „Krisenlösung" oder „notwendige Reformen" von den Regierenden verkauft werden soll, hat dort eine humanitäre, soziale und politische Katastrophe verursacht.

Diese Politik, vorangetrieben von der deutschen Bundesregierung und der Europäischen Union, steht bei den Europawahlen allerdings nicht zur Entscheidung. Ihre Ziele – die Wettbewerbsfähigkeit auf dem kapitalistischen Weltmarkt und die Sicherung der Macht- und Eigentumsverhältnisse – sollen nicht hinterfragt werden. Deswegen sagen wir - als Teil eines breiten, transnationalen Bündnisses von Bewegungen und Organisationen aus ganz Europa und darüber hinaus: Wirkliche Demokratie entsteht von unten, aus unseren vielfältigen Kämpfen um soziale Gerechtigkeit und Anerkennung. Sie bekämpft jeden Nationalismus und Rassismus, weil sie auf der grenzüberschreitenden Solidarität der Menschen und Bewegungen basiert.

blockupy.org
mayofsolidarity.org
notroika.org

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FREITAG 16. MAI
LETS TACKLE APPLE...

ab 16 Uhr
Kundgebung und Belagerung
Große Bockenheimer Straße 30 Fressgasse nahe Hauptwache

Herrschende Krisenpolitik drückt sich nicht nur in massiven Kaputtsparprogrammen aus, die eine Umverteilung der Einkommen von unten nach oben bedeuten. Die Angriffe der Krisenpolitik zielen auch auf die Ausweitung und Verschärfung der unmittelbaren Ausbeutungsbedingungen, zum einen in der Zunahme des Zwangs zu prekären (Zweit-)Jobs, zum anderen in der Profitmaximierung im Rahmen transnationaler Produktionsketten.

Apple, der „coole moderne" Weltkonzern, steht exemplarisch für die exzessive Ausnutzung des Lohngefälles in den globalen Süden. Apple unterhält selbst keine Fertigungsstätten mehr, sondern lässt seine iPhones und iPads von sogenannten „Auftragsherstellern" wie Foxconn zu Niedriglöhnen in Weltmarktfabriken in China und anderen Ländern produzieren. Foxconn, mit 1,3 Mio Beschäftigten der weltweit größte industrielle Arbeitgeber und Hersteller von über 50% der weltweit produzierten Elektronikprodukte, organisiert die industrielle Produktion in einem despotischen Fabrikregime. Apple liefert die Technologie und das Design - und streicht den übergroßen Anteil der Gewinnspanne ein.

Im Rahmen der Mai-Aktionstage wird es in Frankfurt und in anderen europäischen Städten parallele Proteste vor Apple-Läden geben. Mit der Belagerung des Frankfurter Apple Store wollen wir diese Ausbeutungsstruktur skandalisieren und auf die Verweigerungs- und Widerstandsformen der Beschäftigten aufmerksam machen.
Block Apple und Foxconn! No Border, No Nation, Stop Exploitation!

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FREITAG 16. MAI
NATIONALISMUS IST KEINE ALTERNATIVE!

ab 19:00 Uhr
Besuche bei Akteuren des Rechtspopulismus im Rhein-Main-Gebiet

In ganz Europa bringen sich derzeit rechte Parteien gegen die Europäische Union und den Euro in Stellung. Parteien wie die Alternative für Deutschland (AfD) greifen auf vermeintlich seriöse Art den Unmut über die europäische Krisenpolitik auf und propagieren die Rückbesinnung auf's Nationale. Nationalismus als Alternative zur autoritären EU-Politik? Vielen Dank, dieses reaktionäre Angebot weisen wir entschieden zurück. Denn die Wahl zwischen nationaler Abschottung und Weltmarktkonkurrenz ist die zwischen Pest und Cholera. Die vermeintliche Opposition von rechts erhöht nur den Druck auf die etablierten Parteien das nationale Standortinteresse noch aggressiver durchzusetzen - gegen alle, die nicht dazugehören sollen. Insofern sind sie keine Alternative zum Krisenregime, sondern dessen autoritärer Verstärker. Daher rufen wir alle, die wie wir keine Lust auf nationalistische Ausgrenzung und autoritäre Politik von oben haben, auf, am 16. Mai ein Zeichen gegen Nationalismus und Wettbewerbsdiktat zu setzen und gegen den rechtspopulistischen Vormarsch aktiv zu werden - für eine grenzübergreifende Solidarität von unten. Deswegen wollen wir am 16. Mai ab 19 Uhr zentrale Akteure des Rechtspopulismus im Rhein- Main-Gebiet besuchen.
Wo und wie genau findet ihr rechtzeitig auf der Internetseite: antifa.blockupy.org

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SAMSTAG 17.MAI
FRANKFURT FÄHRT ZUM AUSWÄRTSSPIEL NACH DÜSSELDORF!
GEMEINSAME FAHRT ZUM AKTIONSTAG!

Abfahrt um 8.30 Uhr Bus nach Düsseldorf
… gemeinsam mit Berlin, Hamburg und Stuttgart und vielen anderen Städten Europas

Los geht´s um 12 Uhr mit einer kurzen, entschlossenen Demonstration vom
Düsseldorfer Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt. Dann wird es Aktionen zivilen Ungehorsams auf der Kö und am umstrittenen Prestigebau Kö-Bogen zu Recht auf Stadt, Freihandelsabkommen und den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen vor Ort und weltweit geben. Auf einer der teuersten Einkaufsmeilen Europas werden wir Akteure der kapitalistischen Ausbeutung laut und sichtbar markieren und Solidarität mit den Kämpfen der Beschäftigten demonstrieren. Im Anschluss werden wir mit Aktionen am Düsseldorfer Flughafen, dem zweitgrößten Ab- schiebe-Flughafen der BRD, den Zusammenhang von kapitalistischem Normalvollzug und rassistischer Abschiebepraxis thematisieren.
Lasst uns alle Grenzen überschreiten: Kämpfen in Solidarität, das Gemeingut übernehmen, Demokratie neu erfinden! Der Schritt vom öffentlichen Protest zum zivilen Ungehorsam ist jetzt nötig. Lasst uns diesen Schritt am 17. Mai in Düsseldorf gemeinsam machen!

Für Frankfurt gibt es Busse nach Düsseldorf: Abfahrt um 8.30 Uhr
Bustickets sind erhältlich im Buchladen Land in Sicht, Rotteckstr. 13 (Nordend) im Club Voltaire und bei allen Veranstaltungen

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DONNERSTAG 22. MAI
SCHÖN, DICH ZU TREFFEN, DEUTSCHE BANK!

Ab 9 Uhr Protest gegen die Jahreshauptversammlung der Deutschen Bank vor der Festhalle - Messe Frankfurt

Wir sind wieder dabei! Wie schon während der Blockupy-Aktionstage 2013 sind wir Teil des antikapitalistischen Protests gegen die Machenschaften der Deutschen Bank, die als mächtigste und größte Privatbank Europas nach wie vor ihre schmutzigen Hände im Rüstungsgeschäft, im Landgrabbing und in Lebensmittelspekulationen hat.
Doch weder diese Bank noch der Kapitalismus sind reformierbar, deshalb kämpfen wir gegen das System, in dem Ausbeutung und Krieg integraler Bestandteil sind und das Recht des Stärkeren gilt und in dem Menschen und Umwelt nur etwas wert sind, wenn sie sich der geltenden Verwertungslogik unterwerfen.
Wir machen unser eigenes Programm: Enteignet die Banken! Was ist ein Überfall auf eine Bank gegenüber der Gründung einer Bank! (Bertolt Brecht)
Lasst uns unseren Protest lautstark und störend sichtbar machen!

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SONNTAG 25. MAI
KRISE UND GRENZE

Ab 14 Uhr
3. Zaunspaziergang an der neuen EZB am NoTroika-Kuchenstand Ecke Horst-Schulmann Straße Richtung Weseler Werft

Die Bilder der wiederholten Massenstürmungen der Zäune von Ceuta und Melilla verdeutlichen wohl am direktesten die Funktion des tödlichen Grenzregimes als Filter, das nur den „Fittesten" den Zugang nach Europa erlauben soll. Die Grenzen innerhalb Europas mit den verschiedenen Stufen von Ausgrenzung und Ent- rechtung sind in ihrer rassistischen Hierarchisierung dagegen oft unsichtbar. Sie werden zur Rekrutierung billiger Arbeitskräfte genutzt, indem Aufenthaltsrechte an den Arbeitsplatz gekoppelt und Illegalisierung und Abschiebung zum macht- vollen Mittel der Erpressung werden.
Auch die Folgen der Krisenpolitik spüren Flüchtlinge und Migrant_innen als erste. Sie werden zu Sündenböcken gemacht, als erstes entlassen und sind bei Arbeitslosigkeit von Abschiebung bedroht.

Doch fordern Migrantische und Flüchtlingskämpfe das herrschende System überall und immer wieder heraus und stellen direkt oder indirekt Forderungen nach globaler Bewegungsfreiheit und gleichen sozialen Rechten. Der Zaunspaziergang mobilisiert auch für den internationalen Marsch von Migrant_innen und Flüchtlingen nach Brüssel, der Ende Mai von Straßburg aus startet - als ein transnationales Projekt des gemeinsamen Widerstands gegen Entrechtung und Ausgrenzung.
Für einen angemessenen Abschluss der Aktionstage, am Tag der Europawahlen, laden wir euch wieder zum Zaunspaziergang ein!

aktionstageflyer-mai2014-07.pngWeitere Termine:

30. April, 9.30 Uhr:
Teil II des Prozess wg sog. Schutzbewaffnung/Baseballkappe gegen einen Blockupy-Aktivisten, im Amtsgericht Frankfurt, Saal 6

2. Mai, 18 Uhr:
Offenes NoTroika-Treffen im Studierendenhaus, Campus Bockenheim.

5. Mai, 19 Uhr:
Blockupy-Vollversammlung im DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77

10. Mai, 15 Uhr:
Rave „Eine andere Welt ist möglich", Start vom Willy-Brandt-Platz.

blockupy.org
mayofs y.org
notroika.org

Download: Aktionstage Frankfurt Flyer (1.5 MB)

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