Camp Guide: Let's Camp!

Infoflyer für das Camp anticapitalista während der Blockupy Aktionstage 2013
Verfasst von admin am 13. Mai 2013 - 12:41

campinfoflyer_150.pngCamp anticapitalista
während der Blockupy Aktionstage 2013
Blockupy
Camping
Guide

Hrsg.: Camp-AG / NoTroika
www.notroika.org/camp
www.blockupy-frankfurt.org

Let‘s Camp! In diesem Jahr geht Blockupy mit einem eigenen Camp an den Start. Nach den Erfahrungen von 2012 soll es nun einen sicheren Raum für Diskussionen, Vorbereitung, Ruhe nach den Aktionen geben. Das Camp dient somit als politischer und sozialer Treffpunkt während der Aktionstage.

So ein Camp ist natürlich kein Pauschalurlaub. Es ist ein Mitmachcamp, das nur zustande kommt und gut läuft, wenn alle mithelfen und aufeinander achten. Deshalb sind alle Aktivist/innen aufgerufen Camp-Jobs zu übernehmen. Dies betrifft vor allem den Auf- und Abbau, VoKü, Schutz & Nachtwache. Tragt euch also im Camp in die aushängenden Schichtpläne ein. Aber ihr könnt euch dafür auch schon im Vorfeld melden: helfen@notroika.org.

Besonders ist das Camp auf die Unterstützung der organisierten Zusammenhänge, Gruppen & Organisationen angewiesen, die ein Barrio auf die Beine stellen wollen. Bitte meldet euch bald bei uns, mit wievielen Zelten ihr kommt, damit wir den Platz einplanen können: camp@notroika.org

Anreise/Parken
Das Camp befindet sich auf dem Rebstock-Gelände an der Max-Pruss-Straße.

Link zuGoogle Maps

Mit ÖPNV nehmt ihr am besten die Straßenbahnlinie 17 ab Hauptbahnhof bis Haltestelle „Rebstockbad“. Zudem halten am Rebstockbad die Busse 34 (Richtung Gallus und Rödelheim / Bornheim) und 50 (Richtung Bockenheim / Höchst).

Die mit Auto Anreisenden fahren von der A5 auf die A648 und nehmen dann die Ausfahrt nach Rebstock und Messe. Zusätzlich schildern wir aus. Am Gelände selbst befinden sich kostenfreie Parkplätze.
Und: Bitte lasst eure Hunde zu Hause.

Erste Anlaufstelle im Camp ist der Infopoint.

Umgang mit Presse / Film / Fotos
Das Camp ist offen für alle Aktivist/innen und braucht eine vertrauensvolle Atmosphäre. Natürlich wünschen wir uns eine Berichterstattung in Medien aus dem und über das Camp. Damit das respektvoll und im gegenseitigen Vertrauen funktionieren kann, ist es dringend erforderlich, dass sich Journalist/innen, Fotograf/innen und Filmteams beim Infopoint des Camps melden. Dort wird es ein Pressezelt geben. Sie können dann begleitet werden, um sicherzustellen, dass ungefragt nix und niemand abgelichtet wird.

Aber auch die Aktivist/innen und unsere eigenen Doku-Teams möchten wir daran erinnern, dass es gute Gründe gegen das wahllose Fotografieren und Filmen bei Aktionen, aber auch auf dem Camp gibt. Wir erwarten, dass alle auf dem Camp davon ausgehen können, nicht ohne ihr Einverständnis in irgendwelchen Fotoarchiven zu landen. Auch nicht in privaten.

Infrastruktur
Schon im Eingangsbereich findet ihr den Infopoint und Stände und Zelte für Anmeldung, Presse, Rechtshilfe, Sanis, Material und Medien. Eine Ladestelle für Handys ist geplant. wLAN können wir nicht bieten.
Weiter im Innern des Camps auf der rechten Seite sind die Veranstaltungs- und Workshopszelte, eine Bühne und fürs leibliche Wohl eine VoKü und die Camp-Bar.

Linkerhand der durchs Camp führenden - und natürlich gesperrten - Straße gibt es im Park reichlich Platz für eure eigenen Zelte. Zudem wird es auch Barrios einzelner Organisationen und Strukturen geben.

Einige Bereiche sind für die Kinder-Betreuung und z.B. Out-of-Action reserviert.

Auf dem Gelände wird es mehrere Orte für Trinkwasser, Toiletten und Waschgelegenheiten geben. (In Frankfurt ist alles teuer, deswegen muss wer es komfortabler haben will, tiefer in die Tasche greifen: Die Benutzung des nahen Rebstockbades kostet für 90 Minuten 5,50 Euro; für Studis 4,00 Euro. Öffnungszeiten sind 9 bis 22 Uhr.)

VoKü / Verpflegung
Im Camp wird es mindestens eine Vokü geben. Diese wird jeden Tag warmes, veganes Essen für alle Aktiven bereiten. Das läuft allerdings nicht von selbst. VoKüs sind auf Spenden und Unterstützung angewiesen. Also: mitschnibbeln, abwaschen und spenden ist gefragt.

Bar / Alkohol
Neben den Wasserstellen gibt‘s auch eine Camp-Bar, die insbesondere abends alkfreie Sachen, Bier und Äppler verkauft. Die Erlöse aus dem Verkauf dienen direkt der Finanzierung des Camps. Deshalb freuen wir uns, wenn alle Blockupy-Aktivist/innen ihren Bier-Durst solidarischerweise an der Camp-Bar stillen. Hochprozentiger Alkohol hat auf dem Camp nix zu suchen.

Kinderbetreuung
Damit auch die kleinen Blockupy Besucher/innen eine tolle Zeit haben werden und die Eltern auch mal kinderfrei an Aktionen, Veranstaltungen oder Plena teilnehmen können, gibt es von Mittwoch, 29.5. 12 Uhr – Sonntag, 2.6. 12 Uhr im Kinderzelt eine Kinderbetreuung. Ihr könnt uns (und eure Kinder) tagsüber unter der folgenden Nummer erreichen: 0157 80419607
Wir suchen noch nach Unterstützer/innen, die Schichten übernehmen und Lust auf Bobby-Car Rennen durchs Camp haben.

Ansprechgruppe
Sexismus und Rassismus, Antiislamismus, Antisemitismus und Antiziganismus haben auf dem Camp nichts zu suchen! Sollte es dennoch zu verbalen oder körperlichen Übergriffen, Gewalt oder Diskriminierung kommen, wünschen wir zunächst, dass sich alle verantwortlich fühlen. Zudem könnt Ihr Euch an die Ansprechgruppe wenden. Hier findet Ihr Unterstützung zum Reden und einen gemeinsamen Umgang zu finden. Wenn nötig oder gewünscht, kann das auch heißen, den/die Täter/in zu konfrontieren oder einen Schutzraum durchzusetzen. Die Ansprechgruppe hat einen kollektiven und transparenten Ansatz, Genaueres findet sich im Konzeptpapier der Ansprechgruppe, das am Infozelt des Camps ausliegt.
Telefonnummer der Ansprechgruppe ist 01573 930 1724

Entscheidungsfindung
Eine basisdemokratische Entscheidungsfindung im Camp funktioniert nur, wenn ihr mitmacht. So wird es im Camp neben der eröffnenden Vollversammlung am Mittwoch sowie dem großen Aktionsplenum am Donnerstagabend auch zwei Delegiertenplena (am Donnerstag und Samstag vormittag) geben, in denen alle für das Camp relevanten Themen besprochen und kollektiv entschieden werden. Eure Mitarbeit an diesen Entscheidungsprozessen ist dabei explizit erwünscht! Am besten organisiert ihr euch in Bezugsgruppen und entsendet jeweils Delegierte zu den Versammlungen, damit wir auch in kurzer Zeit zu Entscheidungen kommen können. Von größeren im Camp anwesenden Zusammenhängen wird eine solche Mitarbeit erwartet. Gerne erwünscht sind auch Menschen, die sich vorstellen können solche Treffen zu moderieren bzw. vorzubereiten. Interessierte melden sich bitte per Mail (helfen (ät) notroika.org) oder direkt im Camp am Infozelt.

Veranstaltungen & Kultur
Schon vor Eröffnung des Camps finden erste Veranstaltungen und Aktionen des Camps statt. Jetzt schon stehen viele größere und kleinere Veranstaltungen und Workshops fest. Auch wird es am Donnerstag Trainings für die Blockadeaktionen des nächsten Tages geben. Auch wenn es ein Aktionscamp ist, gibt es ein kleines kulturelles & musikalisches Beiprogramm. Am Samstag nach erfolgreichen Aktionstagen schließt sich ein Konzert an.
Informiert euch über das Veranstaltungs- und Kulturprogramm: notroika.org/camp/programm. Achtet auf die Ankündigungen im Camp.

Hinweis für Menschen mit Behinderungen
(eingeschränkte Mobilität)
Das Camp ist zwangsläufig, weil es ein Camp auf der grünen Wiese ist, nicht barrierefrei. Die durch das Camp führende Max-Pruss-Straße ist dagegen asphaltiert und kann benutzt werden. Die an dieser Straße auf befestigten Boden aufgestellten Informations- und Funktionszelte sind ebenerdig zugänglich. Die Fläche, auf dem sich der Veranstaltungsbereich befindet, ebenso VoKü und Camp-Bar haben befestigten Boden.
Es wird dort eine „Behinderten“-Toilette geben. Beim Eingangsbereich des Camps werden Parkplätze für Menschen mit Behinderung reserviert.

Emotionale Erste Hilfe
Auf Aktionen können wir heftige Situationen erleben, ausgelöst durch Polizeigewalt o.a. Formen von Repres­sion. Wir sind als Aktivist/innen für Aktivist/innen auf dem Camp, um belastende Gefühle aufzufangen. Ihr könnt als Einzelne oder Bezugsgruppen in unserem Zelt runterkommen, mit uns quatschen oder einfach Tee trinken. Sprechzeiten im Zelt: Fr. 18 - 22 Uhr / Sa. 16 - 20 Uhr - Telefonisch: Fr./Sa. 15 - 24 Uhr 01578- 4346269. Nach dem Camp per Mail: suedwind (aett) riseup.net

Schutz & Nachtwache
Das Camp-Gelände ist, weil Teil des Rebstockparkes, zu den meisten Seiten hin offen. Wir kennzeichnen die Fläche des Camps lediglich durch Absperrband, denn niemand hat vor, uns selbst einzuzäunen. Womöglich werden wir nicht nur gewünschten, sondern auch ungebetenen Besuch erhalten. Von Menschen, die den (bescheidenen) Reichtum der Camper/innen umverteilen wollen, und solchen in und ohne Uniform, die uns eher richtig böse wollen. Deshalb: Nehmt nur das mit, worauf ihr zur Not auch verzichten könnt. An alle Organisationen, Gruppen und Zusammenhänge, die Barrios bilden: Ihr müsst Verantwortung übernehmen und Schutz & Nachtwache in eurem Bereich des Geländes organisieren. Freiwillige für andere Abschnitte melden sich bitte bei der Camp-Orga.

Schutz anderer Art betrifft das Einhalten notwendiger Sicherheitsmaßnahmen, wie: Kein offenes Feuer in den Zelten! oder: Kein Anzapfen der Camp-Stromversorgung.

Umweltbewusstes Verhalten
Allein schon aus sehr pragmatischen Erwägungen sollten alle es vermeiden, Müll u. a. in die Natur zu schmeissen und sie zu beschädigen. Nicht nur müssen wir alles hinterher einsammeln; alle Beschädigungen kriegen wir hinterher von der Stadt als Rechnung präsentiert bzw. wird von der Kaution abgezogen, die wir gezwungen waren, zu hinterlegen.
Es gibt eine Müllsammelstelle. Müllvermeidung & -trennung hilft Kosten sparen.

Spenden / Tickets
Warum bitten wir überhaupt um Spenden für das Camp? Warum ist es nicht umsonst, weil draußen? Auch wenn uns das Gelände von der Stadt gestellt wurde, fallen dennoch jede Menge Kosten an für Zelte, Bühne und Technik, Sanitäranlagen, Strom und Wasser, Baumaterial… - von der Mülltüte bis zum ausgeliehenen Großzelt. Das müssen wir zusammen stemmen, eben ein Mitmach-Camp, auch finanziell.

Deswegen die Bitte an alle, die es können, einen solidarischen Beitrag für das Camp zu leisten. Wir empfehlen nach Überschlag der Kosten als Orientierung 5 Euro die Nacht. Natürlich steht es allen frei mehr, weniger oder auch gar nichts zu geben. Aber nur das solidarische Einstehen für einander, ermöglicht ein Camp für alle - ob von nah oder fern, ob gut situiert oder prekär, ob jung oder alt. Spenden können alle, ob sie auf dem Camp schlafen oder nicht. Wer will, kann für die Camp-Spende auch Tickets als Beleg kriegen, die weder Eintrittskarte sind, noch zur Einreichung beim Finanzamt taugen, aber vielleicht eine hübsche Erinnerung an das Blockupy-Camp.

Wer vorher schon spenden möchte, oder auch unabhängig vom eigenen Schlafen auf dem Camp, hier unser Konto: Libertad!, KtNo: 8020068500 GLS-Bank (BLZ 43060967), Zweck: Camp-Spende

Kontakt:
Das Blockupy-Infotelefon gibt allgemeine Auskünfte, etwa zu Programm, Treffpunkten oder aktuellen Entwicklungen. Es hält die Aktivist/innen vor, während und nach den Aktionen auf dem Laufenden.

Das Infotelefon ist regulär besetzt und erreichbar:
Dientstag 28.5. - Donnerstag 30.5. , 9 -22 Uhr
Freitag 31.5. , 6 - 22 Uhr
Samstag 1.6. , 9 - 22 Uhr

Für Ausnahmefälle oder falls es die Entwicklungen erfordern ist das Infotelefon auch außerhalb der regulären Zeiten erreichbar. Für zu höher frequentierte Phasen stehen mehrere Leitungen zur Verfügung.

Das Infotelefon dient vor allem der Auskunft und ist nicht zu verwechseln mit der EA-Hotline des Ermittlungsausschuss (EA). Diese sollte ausschließlich bezüglich Festnahmen und Repression angerufen werden. Außerdem gibt es noch ein Camp-Infotelefon. Dieses kümmert sich um Belange im Camp und nimmt Angebote von Helfer/innen entgegen.

Telefon:
Camp-Info: 0152 11878373
Blockupy-Info: 0160 6957158
EA-Notruf: 0160 95657426
Kinderbetreuung: 0157 80419607
Ansprechgruppe: 0157 39301724

eMail:
camp@notroika.org
helfen@notroika.org
netzwerk@notroika.org
presse@blockupy-frankfurt.org
antirep@blockupy-frankfurt.org
info@ea-frankfurt.org

Packliste
das solltet ihr mitbringen:


  • Zelt/ Isomatte / Schlafsack
  • 

Klamotten zum Wechseln

  • Wetterfeste Kleidung


  • Waschzeug


  • notwendige Medikamente
  • 
Taschenlampe


  • Ohrstöpsel, falls es euch nachts zu laut ist


  • und als (Bezugs)Gruppe natürlich insbesondere


  • AgitProp-Material wie Transparente, Schilder etc, Megafone

einen Verbandskasten

Bitte nicht mitbringen:

  • hochprozentigen Alkohol

  • harte Drogen

  • Hunde


  • Wertsachen

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